Landgockel vom Kirbachtal - Huhn & Hahn Initiative
Wer Huhn sagt, muss auch Hahn sagen...
Bruderhahn Schild Holztafel

Mit dem Kauf unserer Bruderhähne oder der Mobilstall-Freilandeier aus der Huhn & Hahn Initiative Baden-Württemberg unterstützen Sie die Aufzucht der männlichen Küken in der Legehennenhaltung.

Mit der Huhn & Hahn Initiative Baden-Württemberg möchten wir vom Geflügelhof Kurz einen neuen Weg in der Legehennenhaltung gehen, um die Tötung der männlichen Küken am ersten Tag zu verhindern. Huhn und Hahn werden groß gezogen, dabei wird den Hähnen fast dreimal so lange Zeit gelassen als einem typischen Masthuhn. Bei der Huhn & Hahn Initiative erhalten die Hähne einen separaten Stall und dürfen - sobald sie alt genug sind - auch auf die grüne Wiese.

Die höheren Kosten für die Aufzucht der Hähne wird neben dem Verkauf der Bruderhähne/Gockel auch über einen Mehrpreis bei den Eiern aus unserer Freiland-Mobilstallhaltung finanziert.
Hiermit setzen wir ein deutliches Zeichen und machen uns stark für eine bessere Tierhaltung.

Unterstützen Sie uns - für eine bessere Tierhaltung!

Leider ist es in der Legehennen-Haltung normalerweise üblich, männliche Küken unmittelbar nach dem Schlüpfen zu töten.
Der eine Grund dafür ist simpel: Ein Hahn legt keine Eier. Der andere ist, dass ein Hahn aus der Legehennen-Haltung fast dreimal so lange zum Großwerden braucht als ein normales Masthuhn. Dies macht die Aufzucht der Hähne in der Legehennen-Haltung unwirtschaftlich.

Die Hähne aus der Legehennen-Haltung sind vital, beweglich, robust und benötigen durch ihr langsames Wachstum normalerweise nie den Tierarzt.
Neben dem Tierwohl kommt auch der Genuss bei der Huhn & Hahn Initiative nicht zu kurz. Das schmackhafte Fleisch wird als ganzes Hähnchen zum Braten und Kochen angeboten, die leckeren Eier dazu gibt es aus unserer Freiland-Mobilstallhaltung.

Gemeinsam handeln

Gemeinsam mit Ihnen können wir eine Menge zum Wohl der Tiere beitragen. Entscheidend dabei ist, dass Sie die Bereitschaft zeigen, ein paar Cent mehr auszugeben, um diese zukunftsweisende Initiative zu unterstützen und die „Huhn & Hahn Initiative“-Eier und das Hähnchenfleisch der Bruderhähne/Gockel aus dieser Initiative kaufen.

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Hier ein Artikel von 2017 - Ludwigsburger Kreiszeitung




Gockel wie zu Omas Zeiten – langsame Aufzucht, Tierisch gut! “Slow-Huhn”

  • langsam wachsende Rasse, extensive Fütterung
  • viel Zeit bei der Aufzucht
  • hochwertiges Getreidefutter aus BW ohne Gentechnik und ohne Antibiotika
  • Tiergerechter, geräumiger Stall mit Sitzstangen und Stroh-Einstreu
  • kleine Herden
  • mehr Platzangebot, mehr Bewegung, mehr Vitalität
  • Fleisch ist fester und aromatischer als beim normalen Hähnchen

Die Qualitätsmerkmale:
  • Regionales Futter mit Getreide ohne Gentechnik und ohne Antibiotika
  • Mehr Geschmack durch langsameres Wachstum
    Fleisch ist fester und aromatischer
  • Tierwohl durch mehr Platz und Bewegung
    Für mehr Wohlbefinden gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten wie Strohballen, Picksteine, Sitzstangen in verschiedenen Ebenen und natürliche Einstreu
  • Sorgenloser Genuss durch Aufzucht ohne Antibiotika

Warum sind Bruderhähne bzw. Kirbachtal-Gockel teurer als normale Masthähnchen?
Die Aufzucht verteuert sich, weil die Tiere durch die deutlich verlängerte Aufzuchtdauer mehr Futter, Energie, Stallfläche und Betreuungsaufwand benötigen. Bei Bruderhähnen verteuert sich die Aufzucht aufgrund der fehlenden Veranlagung zu raschem Fleischansatz nochmals deutlich.

Rezeptvorschlag:
Gebratener Gockel aus dem Römertopf
1 Gockel (oder 4 Keulen), 1 Zwiebel, 2-3 Karotten, 1/2 Stange Lauch, 1 Petersilienwurzel, 1 Sellerie
(ca. 150g), Salz, Pfeffer, Knoblauch (-Pulver).
 
Den Römertopf mindestens 10 Minuten in kaltes Wasser legen.
 
Den Gockel von allen Seiten kräftig mit Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen. Das Gemüse schälen,
würfeln, ebenfalls würzen und in den Römertopf geben. Den Gockel auf das Gemüsebett legen und
mit max. 200 ml Wasser aufgießen. Bei 150°C Heißluft nun bei geschlossenem Deckel etwa
1,5 - 2 Stunden (!) braten bis das Fleisch weich ist. Dann den Gockel herausnehmen und für weitere
15 Minuten auf den Rost legen, damit die Haut von allen Seiten knusprig wird. Zwischenzeitlich den
Bratensud durch ein Sieb gießen und das verbleibende Gemüse zum Großteil durch das Sieb in
den Sud streichen. Die Soße aufkochen, evtl. noch etwas Flüssigkeit in Form von Wasser ODER
Bier ODER Rotwein dazugeben und nach Geschmack ein wenig binden.
Dazu schmecken: Kartoffeln, rohe Klöße oder Spätzle.
 
Wir empfehlen den Römertopf, aber es gelingt auch in einem normalen Bräter mit Deckel.


Hier einige Bilder vom Gockel-Stall in Hohenhaslach:
Mehr Bilder hier!



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Der Bruderhahn-Gockel vom Kirbachtal

Im Laufe des letzten Jahrhunderts hat sich kein Bereich in der Landwirtschaft so sehr spezialisiert wie die Geflügelhaltung. Früher war die Glucke maßgeblich für den Nachwuchs verantwortlich! Sie bestimmte wann und wie viele Eier bebrütet wurden und ob der Gockel erfolgreich war, sah man spätestens nach 21 Tagen. Auch damals war das Brutergebnis schon 50/50 - sprich halb Hennenküken und halb Hahnenküken. Beides wurde umhegt und gepflegt und großgezogen.
Später Eier legen und da zu viele Herren in der Herde nur für Unruhe sorgten und auch sonst relativ “unproduktiv” waren, wurden sie bei entsprechendem Gewicht und Alter geschlachtet. Im Laufe der Jahre wurde selektiert und es bildeten sich Rassen heraus, die eine höhere Legeleistung erbrachten und andere, deren Tiere in weniger Zeit ein weitaus höheres Körpergewicht erreichten. So entstand eine “Legelinie” für hohe Legeleistungen zur Eierproduktion und eine “Mastlinie” für die Fleischproduktion bei der sowohl männliche wie weibliche Tiere erfolgreich gemästet werden konnten. Im gleichen Zug stellte sich bei den Legelinien heraus, dass die Hähne praktisch unbrauchbar geworden waren, da sie bei einer wesentlich längeren Aufzuchtzeit, mehr Futterverbrauch und Betreuungsaufwand wirtschaftlich nicht mit dem neu entstandenen Masthähnchen konkurrieren konnten. Der Verbraucher wurde zunehmend preisbewusster, Fleisch ist mittlerweile kein Luxusgut mehr sondern tägliches Grundnahrungsmittel, welches möglichst billig eingekauft werden kann. In der konventionellen Intensivmast der großen Betriebe erreichen die Masthähnchen bereits nach 32 (!) Tagen ihr Schlachtgewicht und das mit einer Fleisch”Qualität”, die man als Verbraucher im Laufe der Jahre verinnerlicht hat. Zum Vergleich: Ein “echter” Gockel hat erst in einem Alter von 4-5 Monaten ein akzeptables Schlachtgewicht .

Bis heute kann man im Brutei noch nicht effektiv feststellen, ob der Embryo männlich oder weiblich ist. Daher werden immer noch alle Bruteier bebrütet und nach dem Schlupf sortiert. Das heißt, die weiblichen Küken werden aufgezogen und das Leben der männlichen Küken ist kurz nach dem Schlupf schon wieder vorbei. Sie wandern als Tierfutter in zoologische Gärten, Tierparks oder Falknereien.

Wir ziehen so viele Gockel wie möglich bei uns in Hohenhaslach in kleinen Gruppen auf. Das geschieht mit viel Zeit, Liebe, Handarbeit und persönlicher Betreuung. Erst im Alter von ca. 20 Wochen haben die Gockel ein akzeptables Schlachtgewicht erreicht. Bis dahin haben sie viel Bewegung, viel Getreidefutter aus Baden-Württemberg und sind vital und gesund.

Das Ergebnis ist ein langsam gewachsenes, muskulöses und fettarmes Fleisch. Diese benötigt eine ebenso behutsame Zubereitung: Etwas weniger Temperatur, dafür ein wenig mehr Zeit! Das ganze Tier eignet sich hervorragend als Sonntagsbraten, besonders lecker im Römertopf. Die Keulen für einen Coq au vin oder mariniert auf dem Grill.
Für die schnelle Küche empfehlen wir das Brustfilet. Kurzgebraten, geschnetzelt, paniert oder überbacken - schmeckt immer!

(Quelle: Inhalte teilweise übernommen vom Gockelprojekt Geflügelhof Schubert)

Ethik, Nachhaltigkeit und Tierhaltung sind für uns untrennbar. Wir wollen eine Hühnerhaltung, welche in der Mitte der Gesellschaft akzeptiert wird.
Zu unserer ganzheitlichen Philosophie gehört auch das Hinterfragen bestehender Strukturen und Gegebenheiten. Aus diesem Impuls heraus haben wir uns zur Aufgabe gemacht, unsere männlichen Geschwister der Hennen aufzuziehen. Mit dem Ziel, die Gockel sinnvoll zu verwerten.
Das wichtigste ist der Endverbraucher. Nur wenn unsere Gockel auch gekauft und konsumiert werden, haben wir gemeinsam die Chance, unsere Vision zu verwirklichen.

Nicht zu vergleichen mit normalen Masthähnchen sind unsere Gockel sportliche, lustige Tiere, welche keine Lust zum schnellen Wachstum haben. Aus diesem Grunde werden sie ca. 15 bis 20 Wochen alt, und das alles ohne Antibiotika.

Das Gockelfleisch zeichnet sich durch einen sehr intensiven Geschmack, ein mageres und gesundes Fleisch aus.
Wir hoffen damit einen aktiven Beitrag zu mehr Bewusstsein, zum Wertewandel und zum klaren Bekenntnis einer bäuerlich geprägten Hühnerhaltung beitragen zu können.

(Quelle: teilweise von der 08-Eier Homepage)

Unsere Gockel sind keine Turbo-Mast-Hähnchen sondern „Slow-Hähne“.
Sie brauchen ein Vielfaches an Zeit und Getreide. Und verursachen damit auch ein Vielfaches der Kosten und sind daher eigentlich ein schlechtes Geschäft.
Ein normales Masthähnchen wiegt nach 10 Wochen 2,5kg, ein Bruderhahn ist da erst halb so schwer. Bei gleicher Menge Futter und doppelt so langer Betreuungszeit!
Sein Fleisch müsste also mindestens drei- bis viermal so viel kosten, was aber kaum jemand bezahlen würde.
Ökonomisch macht das also wenig Sinn. Ethisch schon!

(Quelle: teilweise übernommen von Bioland Erkensen)

Damit das Fleisch noch bezahlbar bleibt, sind die Eier unserer Mobilstall-Freilandhaltung im Vergleich mit den „normalen“ Freilandeiern erhöht. Mit dem Mehrerlös ist es uns möglich, die Brüder dieser Mobilstall-Freilandhennen groß zu ziehen und zum fairen Preis anzubieten.

Wie viele dieser Bruderhähne großgezogen werden, liegt also auch am Einkaufsverhalten unserer Kunden. Wir sind bereit, bei entsprechendem Bedarf die Aufzucht der Bruderhähne zu erweitern!